Gemeinde Altenriet

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Erbenhaftung

Mit dem Erbfall gehen auf Sie als Erben auch die Verpflichtungen ĂŒber, die der Erblasser zu Lebzeiten eingegangen ist. Sie ĂŒbernehmen also nicht nur die Rechte des Erblassers, sondern auch dessen Pflichten und haften daher auch fĂŒr die zum Zeitpunkt des Todes bestehenden Schulden des Erblassers.

DarĂŒber hinaus haften Sie auch fĂŒr die durch den Erbfall entstehenden Schulden, wie beispielsweise PflichtteilsansprĂŒche, schuldrechtliche AnsprĂŒche aufgrund eines VermĂ€chtnisses oder GebĂŒhren. Auch Nachlasserbenschulden können auf Sie zukommen. Dies sind beispielsweise Verpflichtungen aus RechtsgeschĂ€ften, die dem Nachlass zugutekommen (z.B. Kosten fĂŒr die Schließung eines Betriebes oder Instandhaltungsmaßnahmen hinsichtlich eines zum Nachlass gehörenden Hauses).

Wichtig: Ab der Annahme der Erbschaft haften Sie nicht nur mit dem Nachlass, sondern auch mit Ihrem eigenen Privatvermögen.

Sie können Ihre Haftung aber auf den Nachlass beschrÀnken, indem Sie

  • beim zustĂ€ndigen Nachlassgericht die Nachlassverwaltung beantragen,
  • beim Insolvenzgericht des Wohnsitzes des Erblassers das Nachlassinsolvenzverfahren beantragen oder
  • unter bestimmten Voraussetzungen die DĂŒrftigkeitseinrede erheben.

Durch die Nachlassverwaltung und das Nachlassinsolvenzverfahren geht die Verwaltungs- und VerfĂŒgungsbefugnis ĂŒber den Nachlass auf einen Verwalter ĂŒber. Die NachlassglĂ€ubiger können nicht mehr auf Ihr Eigenvermögen zugreifen.

Sie können die Zahlung an die NachlassglĂ€ubiger insofern verweigern, als der Nachlass hierfĂŒr nicht ausreicht.

Hinweis: Ist die Nachlassverwaltung angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet, so sind Sie als Erbe den NachlassglĂ€ubigern fĂŒr die bisherige Verwaltung des Nachlasses so verantwortlich, wie wenn Sie von der Annahme der Erbschaft an die Verwaltung fĂŒr die GlĂ€ubiger als Beauftragter zu fĂŒhren gehabt hĂ€tten.

Tipp: Wenn Sie ausschließen möchten, mit weiteren unerwarteten Forderungen konfrontiert zu werden, ist die DurchfĂŒhrung eines sogenannten Aufgebotsverfahrens empfehlenswert. Die GlĂ€ubiger des Erblassers werden dadurch aufgefordert, der zustĂ€ndigen Stelle innerhalb einer bestimmten Frist mitzuteilen, welche Forderungen sie noch gegen den Erblasser haben. VersĂ€umt es ein GlĂ€ubiger, seine Forderung rechtzeitig anzumelden, muss er sich grundsĂ€tzlich mit dem begnĂŒgen, was am Ende von der Erbschaft noch ĂŒbrig ist.

Bei einer Erbengemeinschaft kann jeder Miterbe bis zur Teilung des Nachlasses die Berichtigung der Nachlassverbindlichkeiten aus dem Vermögen, das er außer seinem Anteil an dem Nachlass hat, verweigern. Das Recht der NachlassglĂ€ubiger, die Befriedigung aus dem ungeteilten Nachlass von sĂ€mtlichen Miterben zu verlangen, bleibt unberĂŒhrt.

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustÀndigen Stellen. Das Justizministerium hat ihn am 01.01.2018 freigegeben.

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