Gemeinde Altenriet

Seitenbereiche

Navigation

Seiteninhalt

Schadenausgleich und Hilfen fĂŒr Opfer

HĂ€ufig entstehen Ihnen als Opfer einer Straftat körperliche, seelische und finanzielle SchĂ€den. FĂŒr den Ersatz dieser SchĂ€den muss in erster Linie der TĂ€ter aufkommen. In vielen FĂ€llen verfĂŒgt der TĂ€ter aber nicht ĂŒber ausreichend Geld oder ist unbekannt geblieben. In solchen FĂ€llen stellt in erster Linie der Staat weitere Hilfen fĂŒr Opfer von Straftaten zur VerfĂŒgung.

Schadenausgleich durch den TĂ€ter

Der TĂ€ter ist verpflichtet, fĂŒr den erlittenen Schaden Schadenersatz zu leisten. Ein Schadenersatzanspruch ist auf Ausgleich des messbaren Schadens gerichtet. Als Schadenersatz können Sie verlangen, dass der Beschuldigte den Zustand wiederherstellt, der bestehen wĂŒrde, wenn die Straftat nicht erfolgt wĂ€re (z.B. die Reparatur einer beschĂ€digten Sache, aber auch der Ersatz von entgangenem Lohn oder Krankenhauskosten).

Daneben kann bei PersonenschĂ€den Anspruch auf ein angemessenes Schmerzensgeld entstehen. Schmerzensgeld ist eine finanzielle EntschĂ€digung, die Sie fĂŒr eine Verletzung Ihres Körpers, Ihrer Gesundheit, Freiheit oder Ihrer sexuellen Selbstbestimmung verlangen können. Die Höhe des Schmerzensgeldes legt das Gericht fest.

Da das Strafverfahren in erster Linie der Ermittlung und AufklĂ€rung von Straftaten und der Verurteilung des TĂ€ters dient, mĂŒssen Sie Ihre Schadenersatz- und SchmerzensgeldansprĂŒche in den meisten FĂ€llen im Rahmen eines zivilrechtlichen Verfahrens vor dem Zivilgericht einklagen. Die Kosten fĂŒr die Klage mĂŒssen Sie selbst tragen. Eventuell ĂŒbernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung diese Kosten. Wenn Sie bedĂŒrftig sind, können Sie auch Prozesskostenhilfe beantragen. Wird Ihrer Klage stattgegeben, muss der oder die Beklagte Ihre Auslagen ersetzen.

Ausnahmsweise können Schadenersatz- und SchmerzensgeldansprĂŒche auch im Strafverfahren mithilfe des AdhĂ€sionsverfahrens geltend gemacht werden. Das Strafgericht entscheidet hierbei im Rahmen des Strafurteils ĂŒber den zivilrechtlichen Anspruch. Dadurch wird dem Verletzten eine weitere Klage vor dem Zivilgericht erspart. Verneint das Gericht den Anspruch, steht der Zivilrechtsweg weiterhin offen.

Der TÀter-Opfer-Ausgleich bietet eine weitere Möglichkeit, einen finanziellen Ausgleich im Rahmen eines Strafverfahrens zu erhalten. WÀhrend des gesamten Verfahrens kann hierbei eine materielle (z.B. Schadenersatz) oder immaterielle (z.B. formlose Entschuldigung) Wiedergutmachung zwischen TÀter und Opfer vereinbart werden.

Bei leichteren Straftaten kommt außerdem eine Einstellung des Verfahrens in Betracht, mit der Auflage, fĂŒr das Opfer zur Wiedergutmachung eine bestimmte Geldleistung zu erbringen.

Hilfen durch den Staat

Daneben gibt es eine Reihe von staatlichen UnterstĂŒtzungen, die Sie unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch nehmen können. Dazu zĂ€hlen vor allem:

  • EntschĂ€digung fĂŒr Opfer von Gewalttaten nach dem OpferentschĂ€digungsgesetz
  • finanzielle UnterstĂŒtzung durch die Landesstiftung Opferschutz
  • anwaltliche Hilfen und KostenĂŒbernahmen
    • Beratungshilfe: bei dem Versuch einer außergerichtlichen Einigung mit dem TĂ€ter
    • Prozesskostenhilfe: bei einer Privatklage oder Klage vor den Zivilgerichten
    • Opferanwalt: Dieser berĂ€t Sie bei einer Nebenklage und vertritt Ihre Interessen gegebenenfalls wĂ€hrend der gesamten Verhandlungsdauer.
    • Zeugenanwalt: Wenn Sie nur als Zeuge im Strafverfahren auftreten, aber nicht als NebenklĂ€ger.

Verfahren:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustÀndigen Stellen. Das Justizministerium hat ihn am 14.09.2016 freigegeben.

Kontakt

Gemeinde
Altenriet

Brunnenstraße 5
72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

Gemeinde Altenriet

Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag
8.30 - 11.30 Uhr

Dienstag
07.30 - 11.30 Uhr sowie nachmittags
15:00 Uhr bis 18:30 Uhr