Gemeinde Altenriet

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K├╝ndigung

Die K├╝ndigung kann gegen den Willen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin oder des Arbeitgebers jeweils von der anderen Seite ausgesprochen werden. Sie muss schriftlich erfolgen. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitsvertrag m├╝ndlich abgeschlossen worden ist. Eine m├╝ndliche K├╝ndigung ist rechtlich unwirksam. Eine K├╝ndigungsfrist startet dann nicht.

Ordentliche K├╝ndigung

Eine ordentliche K├╝ndigung liegt vor, wenn Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin oder Ihr Arbeitgeber unter Einhaltung der vorgeschriebenen K├╝ndigungsfrist k├╝ndigen.

Die K├╝ndigungsfrist kann sich aus dem Arbeitsvertrag, einem anzuwendenden Tarifvertrag oder dem Gesetz ergeben. F├╝r den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin betr├Ągt die gesetzliche K├╝ndigungsfrist vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. F├╝r den Arbeitgeber verl├Ąngert sich diese K├╝ndigungsfrist je nach Dauer der Besch├Ąftigungszeit.

Allgemein darf f├╝r die K├╝ndigung durch Sie keine l├Ąngere K├╝ndigungsfrist als f├╝r den Arbeitgeber gelten.

Besch├Ąftigt der Betrieb, in dem Sie t├Ątig sind, in der Regel nicht mehr als zwanzig Personen ohne Auszubildende oder werden Sie als vor├╝bergehende Aushilfe besch├Ąftigt, kann darf der Arbeitgeber einzelvertraglich eine k├╝rzere K├╝ndigungsfrist vereinbaren.

Änderungskündigung

Eine ├änderungsk├╝ndigung liegt vor, wenn der Arbeitgeber Ihnen das Arbeitsverh├Ąltnis k├╝ndigt und Ihnen gleichzeitig ein neues Arbeitsverh├Ąltnisses zu ver├Ąnderten Arbeitsbedingungen anbietet, z.B. reduziertes Gehalt, ver├Ąnderte Arbeitszeit. Die ├änderungsk├╝ndigung kann als ordentliche oder ausnahmsweise au├čerordentliche K├╝ndigung ausgesprochen werden.

Falls Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitmehmerin die Änderungskündigung annehmen wollen, müssen Sie dies innerhalb von drei Wochen tun. Dies gilt auch, wenn der Arbeitgeber eine kürzere Annahmefrist gesetzt hat.

Au├čerordentliche K├╝ndigung

Eine au├čerordentliche K├╝ndigung ist nur wirksam, wenn ein schwerwiegender Pflichtenversto├č vorliegt und kein milderes Mittel wie z.B. eine Abmahnung zur Verf├╝gung steht. Entscheidend sind die Umst├Ąnde des Einzelfalls. Bei ihr wird die im Arbeitsvertrag vereinbarte oder gesetzlich beziehungsweise tarifvertraglich vorgeschriebene K├╝ndigungsfrist nicht oder nicht vollst├Ąndig eingehalten. Au├čerordentliche K├╝ndigungen sind daher in vielen F├Ąllen zugleich auch fristlose K├╝ndigungen.

Stellt sich heraus, dass die Voraussetzungen f├╝r eine au├čerordentliche K├╝ndigung nicht vorgelegen haben, weil die Gr├╝nde hierf├╝r nicht ausreichend sind, kann diese im Nachhinein als ordentliche K├╝ndigung angesehen werden. Die K├╝ndigungsfristen laufen dann ab der Bekanntgabe der K├╝ndigung.

K├╝ndigung w├Ąhrend der Probezeit

Die K├╝ndigungsfrist betr├Ągt bei einer bis zu sechsmonatigen Probezeit zwei Wochen zu jedem beliebigen Termin. Aus dem Arbeitsvertrag oder einem anzuwendenden Tarifvertrag kann sich etwas anderes ergeben.

Die K├╝ndigung w├Ąhrend der Probezeit kann noch am letzten Tag der Probezeit ausgesprochen werden. Dann wird sie erst nach Ablauf der Probezeit wirksam.

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zust├Ąndigen Stellen. Das Wirtschaftsministerium hat ihn am 20.07.2017 freigegeben.

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