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Berufliche Bildung

Auf ihrem Weg in das Berufsleben stehen MenschenmitBehinderung vor besonderen Herausforderungen. Nicht jeder Beruf ist aufgrund der physischen oder psychischen Anforderungen geeignet. Daher sind die Berufswahl, das Kennenlernen der eigenen St√§rken und die realistische Einsch√§tzung der zuk√ľnftigen Leistungsf√§higkeit f√ľr eine erfolgreiche berufliche Eingliederung von Bedeutung. Die Vorbereitung auf einen Beruf und auf dasLeben alsErwachsenerhat deshalb imRahmenderschulischenBildungvonjungenMenschenmitBehinderungeinen besonderen Stellenwert und ist Schwerpunkt der Arbeit in derSekundarstufeI.

Hilfen zur Berufswahl bietet vor allem die Berufsberatung der Agentur f√ľr Arbeit an. √Ąrzte, Psychologen und technische Berater unterst√ľtzen spezielle Berufsberater f√ľr Menschen mit Behinderung. Die Aufgabe der Berufsberater geht dabei √ľber das Finden eines geeigneten Berufs f√ľr Menschen mit Behinderung hinaus. Sie helfen bei der Suche nach einem entsprechenden Ausbildungsplatz oder k√∂nnen, wenn die Behinderung eine betriebliche Ausbildung nicht zul√§sst, einen Ausbildungsplatz in einem Berufsbildungswerk vermitteln. Zudem k√∂nnen sie Jugendlichen mit Behinderung einen Lehrgang zur Berufsfindung oder Arbeitserprobung anbieten.

Hilfe zur Berufsorientierung bieten auch

  • das Berufseinstiegsjahr(BEJ),
  • das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf(VAB)und
  • derBildungsgangDualeAusbildungsvorbereitung(AVdual).

An zahlreichen Standorten gibt es Kooperationsklassen, die als zweij√§hriger Bildungsg√§nge das letzte Jahr der Sekundarstufe I mit dem berufsvorbereitenden Bildungsgang verzahnen, als ein besonderes Lernangebot f√ľr Absolventinnen und Absolventen von Sonderp√§dagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Sch√ľlerinnen und Sch√ľler von Sonderp√§dagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit dem F√∂rderschwerpunkt geistige Entwicklung erf√ľllen die Berufsschulpflicht in der Berufsschulstufe ihrer Schulen.

In Zusammenarbeit mit den Partnern Integrationsfachdienst und Agentur f√ľr Arbeit werden geeignete Sch√ľler mit begleitender Unterst√ľtzung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert. Ebenfalls auf eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zielen die schrittweise ausgeweiteten kooperativen Bildungsg√§nge "Berufsvorbereitende Einrichtungen" (BVE) und "Kooperative Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt" (KoBV). Sie k√∂nnen von ausgew√§hlten Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderp√§dagogisches Bildungsangebot , die im F√∂rderschwerpunkt geistige Entwicklung und im F√∂rderschwerpunkt Lernen die Pflicht zum Besuch einer allgemein bildenden Schule erf√ľllt haben, belegt werden.

M√∂glich ist auch eine F√∂rderung der Berufsausbildung im Rahmen besonderer Regelungen f√ľr die Berufsausbildung von jungen Menschen mitBehinderung, die einen Bildungsabschluss einer allgemeinen Schule erreicht haben. Neben den anerkannten Ausbildungsberufen gibt es noch andere Berufe mit geregelten Ausbildungsg√§ngen. Dies sind √ľberwiegendBerufsausbildungen in Form von Fachschul- oder Fachhochschulausbildungen sowie Ausbildungen in Verwaltungsberufen. Mit F√∂rderung durch die zust√§ndige Agentur f√ľr Arbeit kann auch abweichend von den Ausbildungsordnungen f√ľr staatlich anerkannte Ausbildungsberufe oder in besonderen Berufen f√ľr MenschenmitBehinderung ausgebildet werden.

Falls erforderlich, k√∂nnenMenschen mitBehinderungimHinblickaufdieAusbildungs- und Pr√ľfungsanforderungen einenNachteilsausgleicherhalten, beispielsweise durch

  • die behinderungsgerechte Gestaltung von Ausbildungsabschnitten,
  • dieZulassung besonderer Hilfsmittel oder
  • dieEinschaltung eines Dolmetschers bei Pr√ľfungen.

Eine weitere Aufgabe des Berufsberaters der Agentur f√ľr Arbeit besteht darin, die notwendigen Schritte zur Inanspruchnahme von finanziellen F√∂rderungsm√∂glichkeiten f√ľr Auszubildende mit Behinderung und f√ľr den Arbeitgeber einzuleiten.Arbeitgeberk√∂nnen einen monatlichen Zuschuss bis zur H√∂he der Ausbildungsverg√ľtung erhalten, wenn sie Menschen mitBehinderungausbilden. Weitere Zusch√ľsse und Darlehen sind m√∂glich, um die Kosten f√ľr die behindertengerechte Ausstattung des Ausbildungsplatzes und f√ľr √ľberdurchschnittlich hohen Betreuungsaufwand abzudecken. Daneben bieten die Fachdienste des Integrationsamtes umfangreiche Hilfen zur behindertengerechten Ausstattung eines Ausbildungsplatzes an.

Wenn Jugendlichen mit Behinderung trotz der Hilfen keine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf m√∂glich ist, stehen besondere Ausbildungsg√§nge zur Verf√ľgung. Die Berufsausbildung wird dann in der Regel in einem Betrieb durchgef√ľhrt. F√ľr Jugendliche mit Behinderung, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht betrieblich ausgebildet werden k√∂nnen, gibt es im gesamten Bundesgebiet 46 Berufsbildungswerke mit rund 12.300 Pl√§tzen. Die Berufsbildungswerke bilden Jugendliche unter Ber√ľcksichtigung ihrer individuellen Behinderung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in besonderen Ausbildungsg√§ngen aus. √Ąrzte, Psychologen, Sonderp√§dagogen und andere Fachkr√§fte betreuen die Jugendlichen ausbildungsbegleitend. Dem Beginn der Ausbildung k√∂nnen berufsvorbereitende Ma√ünahmen vorausgehen. Meist ist die Ausbildung in einem Berufsbildungswerk mit einer Internatsunterbringung verbunden.

Zur Eingliederung von MenschenmitBehinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ist das enge Zusammenwirken der Schulen, der Agentur f√ľr Arbeit, des Integrationsfachdienstes, von Industrie und Handwerk, dem Elternhaus sowie sonstiger Partner unabdingbar. Projekte dieser Art sindregional unterschiedlichausgepr√§gt.

Verfahren:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Kultusministerium hat ihn am 08.11.2017 freigegeben.

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