Gemeinde Altenriet

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Arbeits- und Erholungszeiten

Es gibt H√∂chstgrenzen f√ľr Ihre Arbeitszeiten sowie Vorgaben f√ľr Ruhepausen, Ruhezeiten und Sonn- und Feiertagsbesch√§ftigung. Sie dienen der Sicherheit und dem Schutz Ihrer Gesundheit.

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne Ruhepause.

Es ist unerheblich, ob und in welcher Form Ihr Arbeitgeber Sie in der Arbeitszeit tatsächlich beschäftigt oder ob Sie sich während dieser Zeit zur Aufnahme Ihrer Arbeit bei Ihrem Arbeitgeber bereithalten. Ruhepausen zählen nicht zu Ihrer Arbeitszeit.

Ihre Arbeitszeit darf an Werktagen acht Stunden nicht √ľberschreiten. Sie kann auf zehn Stunden verl√§ngert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden nicht √ľberschritten werden.

Werktage sind die Tage von Montag bis Samstag. Damit betr√§gt Ihre w√∂chentliche H√∂chstarbeitszeit 48 Stunden (6 Tage, je 8 Stunden). Sie kann auf 60 Stunden verl√§ngert werden, wenn Sie innerhalb des Ausgleichszeitraums durchschnittlich 48 Stunden w√∂chentlich nicht √ľberschreiten.

Die zehn Stunden d√ľrfen √ľberschritten werden, beispielsweise wenn dadurch f√ľr Sie zus√§tzliche Freischichten erm√∂glicht werden und die f√ľr das Unternehmen zust√§ndige Beh√∂rde dies bewilligt hat. Eine √úberschreitung der zehn Stunden ist auch im Notfall wie beispielsweise nach einem Brand oder w√§hrend einer √úberschwemmung m√∂glich.

In der Gastronomie, der Landwirtschaft und dem Schaustellergewerbe k√∂nnen unter bestimmten Umst√§nden l√§ngere t√§gliche Arbeitszeiten f√ľr einen begrenzten Zeitraum gelten, wenn diese Mehrarbeit zeitnah wieder ausgeglichen werden kann.

Als Fahrer oder Fahrerin von Kraftfahrzeugen gelten zus√§tzlich die Vorschriften des Fahrpersonalrechts, je nachdem, ob es sich um Personenbef√∂rderung oder G√ľterbef√∂rderung handelt.

√úber Beginn und Ende der Arbeitszeit sowie die Schichtfolge kann der Arbeitgeber alleine bestimmen, wenn dies nicht dauerhaft in Ihrem Arbeitsvertrag geregelt ist.

Hinweis: Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht bez√ľglich des Beginns und Endes der t√§glichen Arbeitszeit, der Ruhepausen und der Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage.

Ruhepausen

Ruhepausen sind im Voraus feststehende Unterbrechungen der Arbeit zur Stärkung und Erholung. Es gilt:

  • L√§nger als sechs Stunden hintereinander d√ľrfen Sie nicht ohne Ruhepause besch√§ftigt werden.
  • Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden ist Ihnen eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten zu gew√§hren.
  • Bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden ist Ihnen eine Ruhepause von mindestens 45 Minuten zu gew√§hren.

Ruhepausen können auch auf einzelne Pausen von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.

Hinweis: W√§hrend einer Pause d√ľrfen Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen. Wenn die Betreiebsordnung es zul√§sst, d√ľrfen Sie auch das Betriebsgel√§nde verlassen.

Ruhezeit

Die Ruhezeit beginnt nach der täglichen Arbeitszeit und soll der Ruhe und Erholung dienen. Sie sind während der Ruhezeit von der Pflicht zur Arbeitsleistung befreit.

Die t√§gliche Mindestruhezeit betr√§gt elf zusammenh√§ngende Stunden, sie kann unter bestimmten Voraussetzungen und beispielsweise durch tarifvertragliche Regelungen bis auf neun Stunden verk√ľrzt werden.

Die Dauer der Ruhezeit kann bei der Besch√§ftigung in einer der folgenden Einrichtungen um bis zu eine Stunde verk√ľrzt werden:

  • Krankenh√§usern
  • Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen
  • Gastst√§tten
  • Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung
  • Verkehrsbetrieben
  • Rundfunk
  • Landwirtschaft und Tierhaltung

Hinweis: Dies ist nur erlaubt, wenn jede Verk√ľrzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen durch Verl√§ngerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zw√∂lf Stunden ausgeglichen wird.

Rufbereitschaft

Bei Rufbereitschaft k√∂nnen Sie Ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen und auch wechseln. Sie m√ľssen auf Abruf in der Lage sein, Ihre Arbeit aufzunehmen.

Zur Rufbereitschaft sind Sie nur verpflichtet, wenn dies mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart worden ist.

Rufbereitschaft gilt nicht als Arbeitszeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes und wird auch bei der Ermittlung der Arbeitszeithöchstgrenzen nicht mitgezählt. Arbeiten Sie während der Rufbereitschaft, ist diese Arbeitszeit innerhalb der Rufbereitschaft als Arbeitszeit Ihrer regulären Arbeitszeit hinzuzuzählen.

Bereitschaftsdienst

Im Gegensatz zur Rufbereitschaft m√ľssen Sie sich w√§hrend des Bereitschaftsdienstes an einem vom Arbeitgeber bestimmten Ort aufhalten und die Arbeit auf Abruf des Arbeitgebers unverz√ľglich aufnehmen. Beispielweise findet Bereitschaftsdienst h√§ufig in Krankenh√§usern beim √§rztlichen Personal statt, damit in dringenden F√§llen st√§ndig ein Arzt zur Stelle ist.

Bereitschaftsdienst gilt im Unterschied zur Rufbereitschaft als Arbeitszeit.

Tipp: Zu arbeitszeitrechtlichen Fragen können Sie sich auch an Ihr Landratsamt beziehungsweise bei kreisfreien Städten an Ihre Stadt, Bereich Gewerbeaufsicht, wenden.

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Wirtschaftsministerium hat ihn am 25.05.2017 freigegeben.

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