Gemeinde Altenriet

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Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Eine wesentliche Voraussetzung fĂŒr eine Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft ist es, einen Beruf auszuĂŒben und einen Arbeitsplatz zu haben. Die ErwerbstĂ€tigkeit ist Grundlage eines selbstbestimmten Lebens und verschafft Anerkennung und soziale Kontakte. Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention spricht daher den Menschen mit Behinderungen das Recht auf eine gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Arbeit und BeschĂ€ftigung zu. Eine wichtige Aufgabe der der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ist es daher, die Menschen mit Behinderungen zu einer ihrem Leistungsvermögen angemessenen, möglichst dauerhaften TĂ€tigkeit zu befĂ€higen. HierfĂŒr steht eine Vielzahl von Hilfen zur VerfĂŒgung.

Sie umfassen vor allem:

  • Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes einschließlich Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
  • Berufsvorbereitung
  • Individuelle betriebliche Qualifizierung im Rahmen UnterstĂŒtzter BeschĂ€ftigung (§ 38a SGB IX)
  • Berufliche Aus- und Weiterbildung
  • GrĂŒndungszuschuss zur Aufnahme einer behinderungsgerechten, selbststĂ€ndigen TĂ€tigkeit
  • Leistungen an Arbeitgeber (z.B. AusbildungszuschĂŒsse, EingliederungszuschĂŒsse, ZuschĂŒsse fĂŒr Arbeitshilfen im Betrieb, Kostenerstattung fĂŒr eine befristete ProbebeschĂ€ftigung)
  • Leistungen im Eingangsverfahren, Berufsbildungsbereich und Arbeitsbereich in WerkstĂ€tten fĂŒr behinderte Menschen (WfbM)

FĂŒr die Teilhabe schwerbehinderter und ihnen gleichgestellten Menschen am Arbeitsleben gelten weitere besondere Bestimmungen.

Soweit Art oder Schwere der Behinderungen die besonderen Hilfen dieser Einrichtungen erforderlich machen, werden die Leistungen durch

  • Berufsbildungswerke (außerbetriebliche Berufsausbildung fĂŒr junge Menschen mit Behinderungen),
  • Berufsförderungswerke (außerbetriebliche Umschulung und Ausbildung erwachsener Menschen mit Behinderungen) und
  • vergleichbare Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation ausgefĂŒhrt.

Leistungen in WerkstĂ€tten fĂŒr behinderte Menschen (WfbM) werden erbracht, wenn wegen Art oder Schwere der Behinderung eine BeschĂ€ftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch nicht möglich ist.

Die Leistungen werden von verschiedenen TrĂ€gern der beruflichen Rehabilitation ĂŒbernommen. Reha-TrĂ€ger sind

  • die Bundesagentur fĂŒr Arbeit,
  • die gesetzlichen Krankenkassen,
  • die TrĂ€ger der gesetzlichen Unfallversicherung und der gesetzlichen Rentenversicherung,
  • die TrĂ€ger der KriegsopferfĂŒrsorge sowie
  • die TrĂ€ger der öffentlichen Jugendhilfe und
  • der Sozialhilfe.

Die Reha-TrĂ€ger sind in gemeinsamen örtlichen Servicestellen zusammengeschlossen, die in Baden-WĂŒrttemberg organisatorisch bei den Regionalzentren der Deutschen Rentenversicherung angesiedelt sind.

Wenden Sie sich bei Fragen bzgl. Teilhabeleistungen im Arbeitsleben insbesondere dann an Ihre Gemeinsame Servicestelle vor Ort, wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Reha-TrĂ€ger fĂŒr Sie insbesondere zustĂ€ndig ist. Diese informiert Sie auch ĂŒber den Ablauf des weiteren Verfahrens. UnabhĂ€ngig davon hat, sofern Sie nicht an die Gemeinsame Servicestelle in Kontakt herantreten, der Reha-TrĂ€ger, an den Sie sich wenden, die Pflicht, mit den anderen Reha-TrĂ€gern zusammenzuarbeiten und die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr Ihren Antrag zu klĂ€ren.

Beachten Sie, dass rĂŒckwirkend keine Leistungen ĂŒbernommen werden können.

Das Integrationsamt, das beim KVJS angesiedelt ist, ist bei der Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben fĂŒr die begleitenden Hilfen im Beruf zustĂ€ndig.

Verfahren:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustÀndigen Stellen. Das Sozialministerium hat ihn am 09.01.2017 freigegeben.

Kontakt

Gemeinde
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Brunnenstraße 5
72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

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