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Beglaubigung von √∂ffentlichen Urkunden f√ľr das Ausland beantragen

Es gibt zwei Arten der Beglaubigung, die Apostille und die Legalisation.

Bei einer Beglaubigung pr√ľfen und best√§tigen die zust√§ndigen Stellen in Deutschland die

  • Echtheit der Unterschrift auf der Urkunde,
  • Berechtigung der unterzeichnenden Person zur Ausstellung der Urkunde sowie
  • Echtheit des Dienstsiegels ("Wappensiegels") der ausstellenden Beh√∂rde.

Beglaubigte Urkunden m√ľssen Sie im Ausland normalerweise in folgenden F√§llen vorlegen: Sie wollen dort

  • arbeiten,
  • heiraten,
  • ein Kind adoptieren oder
  • einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin in einer Auslandsniederlassung besch√§ftigen.

Apostille

Bestimmte L√§nder sind dem √úbereinkommen zur Befreiung ausl√§ndischer √∂ffentlicher Urkunden von der Legalisation beigetreten. F√ľr diese L√§nder ist es ausreichend, die erforderliche Urkunde mit einer Apostille zu versehen. Mit dieser Apostille best√§tigt die zust√§ndige deutsche Beh√∂rde die Echtheit der deutschen √∂ffentlichen Urkunde. Die Konsularbeamten oder Konsularbeamtinnen des entsprechenden ausl√§ndischen Staates m√ľssen nicht mehr beteiligt werden. Diese Urkunde wird dort anerkannt.

Legalisation

Die Legalisation ist f√ľr L√§nder notwendig, die diesem Abkommen nicht beigetreten sind. Dort ben√∂tigte Urkunden m√ľssen von der zust√§ndigen deutschen Beh√∂rde vorbeglaubigt werden. Danach erfolgt die Best√§tigung der Echtheit durch das Konsulat des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll. Erst dann kann die Urkunde im Ausland verwendet werden.

Einige Staaten verlangen zus√§tzlich zu der oben beschriebenen Vorbeglaubigung eine Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt. Im Anschluss an die Vorbeglaubigung der deutschen Stelle beglaubigt das Bundesverwaltungsamt im Auftrag des Ausw√§rtigen Amtes die Unterschrift der deutschen √∂ffentlichen Urkunde. Die davon betroffenen Staaten finden Sie indemMerkblattdes Ausw√§rtigen Amtes unter dem Stichwort "Vorbeglaubigung/Endbeglaubigung deutscher √∂ffentlicher Urkunden".Auchdiezust√§ndige deutsche Beh√∂rde kannIhnendar√ľberAuskunft geben.

Generelle Zuständigkeit:

f√ľr die Erteilung der "Apostille"

f√ľr Urkunden des Bundes:

  • das Bundesverwaltungsamt f√ľr Urkunden aller Bundesbeh√∂rden und Bundesgerichte
  • der Pr√§sident oder die Pr√§sidentin des deutschen Patentamts f√ľr Urkunden des Bundespatentgerichts und des deutschen Patentamts

f√ľr Urkunden des Landes:

  • das Justizministerium f√ľr die ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden
    • des Justizministeriums,
    • der Oberlandesgerichte und
    • der Staatsanwaltschaften bei den Oberlandesgerichten
  • die Pr√§sidenten der Landgerichte f√ľr die in ihrem Bezirk ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden
    • der √ľbrigen ordentlichen Gerichte und Staatsanwaltschaften,
    • der Beh√∂rden, denen Aufgaben der ordentlichen Gerichte √ľbertragen sind,
    • der Notariate sowie f√ľr
    • sonstige Urkunden der Justizverwaltung
  • die Regierungspr√§sidien f√ľr die in ihrem Bezirk ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden aller Verwaltungsbeh√∂rden (au√üer der Justizverwaltungsbeh√∂rden)
    (z.B. Landratsamt, Stadtverwaltung des Stadtkreises, Finanzamt, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Kassenärztliche Vereinigung)
    Das Regierungspr√§sidium T√ľbingen ist dar√ľber hinaus f√ľr die von den Ministerien des Landes Baden W√ľrttemberg mit Ausnahme des Justizministeriums ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden zust√§ndig.
  • das Kultusministerium f√ľr Urkunden aus dem schulischen Bereich
    (z.B. Urkunden der Regierungspr√§sidien (fr√ľher: Oberschul√§mter), Zeugnisse staatlich anerkannter Schulen, Schulbesuchsbescheinigungen)
  • das Wissenschaftsministerium f√ľr Urkunden aus dem Hochschulbereich
    (z.B. Immatrikulationsbescheinigungen, Diplomurkunden, Bescheinigungen von Universitätskliniken)

f√ľr die Vorbeglaubigung zur Legalisation:

  • das Justizministerium f√ľr die von folgenden Beh√∂rden ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden:
    • Oberlandesgerichte,
    • Staatsanwaltschaften bei den Oberlandesgerichten,
    • Pr√§sidenten der Landgerichte und den Vollzugsanstalten
  • die Pr√§sidenten oder Pr√§sidentinnen der Landgerichte f√ľr die im Bezirk dieser Gerichte ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden der
    • √ľbrigen ordentlichen Gerichte und Staatsanwaltschaften,
    • Beh√∂rden, denen Aufgaben der ordentlichen Gerichte √ľbertragen sind,
    • der Notariate sowie
    • Ratschreiber und Ratschreiberinnen
  • die Regierungspr√§sidien f√ľr die in ihrem Bezirk ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden aller Verwaltungsbeh√∂rden (au√üer der Justizverwaltungsbeh√∂rden)
    (z.B. Landratsamt, Stadtverwaltung des Stadtkreises, Finanzamt, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Kassenärztliche Vereinigung)
    Das Regierungspr√§sidium T√ľbingen ist dar√ľber hinaus f√ľr die von den Ministerien des Landes Baden W√ľrttemberg mit Ausnahme des Justizministeriums ausgestellten √∂ffentlichen Urkunden zust√§ndig.
  • das Kultusministerium f√ľr Urkunden aus dem schulischen Bereich
    (z.B. Urkunden der Regierungspr√§sidien (fr√ľher: Oberschul√§mter), Zeugnisse staatlich anerkannter Schulen, Schulbesuchsbescheinigungen)
  • das Wissenschaftsministerium f√ľr Urkunden aus dem Hochschulbereich
    (z.B. Immatrikulationsbescheinigungen, Diplomurkunden, Bescheinigungen von Universitätskliniken)
  • das Bundeszentralregister f√ľr F√ľhrungszeugnisse

f√ľr die Legalisation:

  • die diplomatische oder konsularische Vertretung (Botschaft oder Konsulat in der Bundesrepublik Deutschland) des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll

f√ľr die Endbeglaubigung/√úberbeglaubigung bei ausgew√§hlten Staaten:

  • das Bundesverwaltungsamt
    Es kann die Endbeglaubigung nur erteilen, wenn die Urkunde bereits vorbeglaubigt worden ist.

Voraussetzungen:

Sie möchten eine öffentliche Urkunde beglaubigen lassen.

Das sind beispielsweise:

  • gerichtliche und notarielle Urkunden
  • Urkunden und Bescheinigungen der Verwaltungsbeh√∂rden (z.B. Zeugnisse)
  • Personenstandsurkunden; das sind Urkunden, die vom Standesamt ausgestellt wurden (z.B. Geburts-, Ehe- und Sterbeurkunden)
  • melderechtliche Bescheinigungen der B√ľrgermeister√§mter (z.B. Aufenthalts-, Meldebescheinigungen)
  • private Urkunden (z.B. formlose Vollmachten oder Kaufvertr√§ge), die erst nach Beurkundung durch einen Notar, eine Notarin oder eine Beh√∂rde als √∂ffentliche Urkunden gelten

Hinweis: Wenn Sie eine Personenstandsurkunde zur Verwendung im Ausland ben√∂tigen, k√∂nnen Sie beim Standesamt die Ausstellung einer "Internationalen Personenstandsurkunde" beantragen. Diese kann ohne weitere Beglaubigung direkt in den Staaten genutzt werden, die dem √úbereinkommen der Internationalen Kommission f√ľr das Zivil- und Personenstandswesen (CIEC) beigetreten sind.

Unterlagen:

  • Originalurkunde, unterschrieben und mit einem Dienstsiegel ("Wappenstempel") der ausstellenden Beh√∂rde oder K√∂rperschaft versehen
  • eventuell beglaubigte Kopien (bei Zeugnissen allgemeinbildender Schulen kann die Fotokopie nur best√§tigt werden, wenn sie von der Schule oder beispielsweise vom Regierungspr√§sidium beglaubigt wurde und das Dienstsiegel aufweist)

Ablauf:

Wenden Sie sich an die zust√§ndige ausl√§ndische Vertretung im Inland. Dort erfahren Sie, ob Ihre Urkunde legalisiert beziehungsweise apostilliert werden muss und welche Voraussetzungen erf√ľllt sein m√ľssen. Danach wenden Sie sich an die zust√§ndige deutsche Stelle.

Sie k√∂nnen Ihre Unterlagen pers√∂nlich bei der zust√§ndigen Stelle vorbeibringen und die Beurkundung vornehmen lassen. Sie k√∂nnen Ihre Unterlagen auch mit der Post senden. Geben Sie im Begleitschreiben Ihre Anschrift und Telefonnummer f√ľr R√ľckfragen, Ihr Anliegen und das Bestimmungsland der Urkunde an.

Achtung: Viele ausl√§ndische Staaten bestehen darauf, dass das Ausstellungsdatum nicht mehr als sechs Monate zur√ľckliegt. Erkundigen Sie sich bei der zust√§ndigen Auslandsvertretung.

Kosten:

je nach zuständiger Stelle unterschiedlich

Hinweis: Erkundigen Sie sich bei der zust√§ndigen Stelle im Voraus √ľber die Zahlungsart.

Sonstiges:

Eine Liste der Ansprechpartner steht Ihnen zum Download zur Verf√ľgung.

Formulare:

Rechtsgrundlage:

Zuständige Ansprechpartner und Behörden:

Landgericht Stuttgart
Urbanstraße 20
70182 Stuttgart
Telefon: 0711/2120
Fax: 0711/2123556
poststelle(@)lgstuttgart.justiz.bwl.de

Regierungspräsidium Stuttgart Regierungspräsidium Stuttgart

Regierungspräsidium Stuttgart
Ruppmannstraße 21
70565 Stuttgart
Telefon: 0711 904-0
Fax: 0711 904-11190
poststelle(@)rps.bwl.de

Sprechzeiten:

Montag bis Donnerstag, 09.00 Uhr bis 11.30 Uhr, 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr; Freitag 09.00 Uhr bis 11.30 Uhr

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zust√§ndigen Stellen. Das Regierungspr√§sidium Stuttgart hat dessen ausf√ľhrliche Fassung am 18.01.2018 freigegeben.

Kontakt

Gemeinde
Altenriet

Brunnenstraße 5
72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

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