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Erlaubnis zum nicht gewerbsmĂ€ĂŸigen Erwerb und Umgang mit explosionsgefĂ€hrlichen Stoffen beantragen

Sie möchten mit explosionsgefĂ€hrlichen Stoffen im nicht gewerblichen Bereich umgehen und diese dafĂŒr erwerben? Dann benötigen Sie eine Erlaubnis der zustĂ€ndigen Behörde. Das gilt unabhĂ€ngig von der Zweckbestimmung der Stoffe.

Inhaber oder Inhaberinnen einer solchen Erlaubnis können nur natĂŒrliche Personen sein.

FĂŒr folgende explosionsgefĂ€hrliche Stoffe benötigen Sie eine Erlaubnis:

  • Schwarzpulver und andere Treibladungspulver zum Vorderladerschießen,
  • Böllerpulver zum Böllerschießen,
  • Nitrozellulosepulver oder andere Treibladungspulver zum Wiederladen von PatronenhĂŒlsen und
  • Einsatz von Raketenmotoren der Kategorie P2 im Modellraketenbau,
  • Einsatz von Feuerwerk der Kategorie 3 und 4 zu privaten Zwecken,
  • Einsatz von sonstigen pyrotechnischen GegenstĂ€nden der Kategorie P2.

Hinweis: Der Abgabe von Feuerwerk der Kategorie 2 an Verbraucher ist auf die drei letzten Werktage eines Jahres beschrÀnkt. Die Verwendung durch Personen ohne Erlaubnis ist dagegen nur am 31. Dezember und 1. Januar eines Jahres gestattet.

Keine Erlaubnis benötigen Sie dagegen fĂŒr den Umgang mit Feuerwerk fĂŒr Theater und BĂŒhne der Kategorie T1, pyrotechnischen GegenstĂ€nden der Kategorie P1 und fĂŒr Feuerwerk der Kategorie 1.

Generelle Zuständigkeit:

die fĂŒr Ihren Wohnort zustĂ€ndige Kreispolizeibehörde, dies ist in Großen KreisstĂ€dten die Stadtverwaltung, ansonsten das Landratsamt

Voraussetzungen:

Voraussetzungen sind:

Sie als Antragsteller oder Antragstellerin sind

  • zuverlĂ€ssig,
    Die erforderliche ZuverlÀssigkeit ist normalerweise gegeben, wenn Sie sich bisher gesetzestreu verhalten haben und nicht vorbestraft sind.
  • fachkundig,
    Sie mĂŒssen die Fachkunde fĂŒr den Umgang mit Explosivstoffen (zum Beispiel Schwarzpulver oder Nitrocellulose-Pulver)und pyrotechnischen GegenstĂ€nden der Kategorie 4 sowie fĂŒr die in § 20 Abs. 4 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz explizit aufgelisteten, pyrotechnischen GegenstĂ€nden der Kategorie 2 nachweisen. Die erforderliche Fachkunde besitzen Sie, wenn Sie an einem entsprechenden staatlich anerkannten Lehrgang teilgenommen haben.
  • persönlich geeignet und
  • fĂŒr den Umgang und Erwerb von Explosivstoffen und pyrtechnischen GegenstĂ€nden der Kategorie F4, T2 und P2 mindestens 21 Jahre alt sind. FĂŒr den Umgang und Erwerb von pyrotechnischen GegenstĂ€nden der Katgegorie F3 mĂŒssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein.
    Wenn Sie noch nicht 21 Jahre alt sind, kann die Behörde eine Ausnahme zulassen. HierfĂŒr mĂŒssen Sie die erforderliche Besonnenheit nachweisen. Außerdem sollten Sie imstande sein, die explosionsgefĂ€hrlichen Stoffe vor unbefugtem Zugriff auch durch Angehörige im eigenen Haushalt zu sichern. Dazu sollen Sie mindestens 18 Jahre alt sein.
    FĂŒr eine behördliche Ausnahme kommen in Betracht:
    • Inhaber oder Inhaberinnen eines Jahresjagdscheines
    • Mitglieder von
      • Schießsportvereinigungen, bei denen eine Ausnahme nach Waffenrecht vorliegt und
      • Vereinigungen, in denen Bauelemente zu Modellraketen zusammengesetzt werden.

Außerdem mĂŒssen Sie fĂŒr den beabsichtigten Umgang mit Explosivstoffen (zum Beispiel Schwarzpulver oder Nitrocellulose-Pulver)ein BedĂŒrfnis nachweisen. Ein BedĂŒrfnis ergibt sich aus einem besonders anzuerkennenden persönlichen oder wirtschaftlichen Interesse, beispielsweise als

  • JĂ€ger,
  • SportschĂŒtze oder
  • Mitglied in einem Modellraketenverein.

Außerdem mĂŒssen Sie die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaates besitzen.

Unterlagen:

  • gĂŒltiger Personalausweis oder Reisepass
  • Fachkundenachweis (Zeugnis): nicht erforderlich fĂŒr pyrotechnische GegenstĂ€nde der Kategorie F3
  • Jagdschein oder Waffenbesitzkarte als BedĂŒrfnisnachweis (fĂŒr Wiederlader) beziehungsweise Mitgliedsbescheinigung des Vereins (fĂŒr Böller- und VorderladerschĂŒtzen oder Modellraketenbauer)
  • fĂŒr die ÜberprĂŒfung der ZuverlĂ€ssigkeit von Personen aus einem anderen EU-Mitgliedstaat: Vorlage einer Bescheinigung in beglaubigter Übersetzung der zustĂ€ndigen Justiz- oder Verwaltungsbehörde des Heimat- oder Herkunftslandes ĂŒber bestimmte Tatsachen, die fĂŒr die Beurteilung der ZuverlĂ€ssigkeit erheblich sind (zum Beispiel Strafregisterauszug). Die Bescheinigung soll nicht Ă€lter als drei Monate sein. Im Übrigen dĂŒrfen nur solche Tatsachen als nachgewiesen angesehen werden, die von der zustĂ€ndigen Behörde des Heimat- oder Herkunftslandes bestĂ€tigt worden sind.

Ablauf:

Die Erlaubnis fĂŒr den Umgang mit und den Erwerb von explosionsgefĂ€hrlichen Stoffen nach dem Sprengstoffgesetz wird nur auf Antrag ausgestellt.

FĂŒr den Antrag mĂŒssen Sie das Formular "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes" und die Anlage zum "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes" ausfĂŒllen und persönlich bei der zustĂ€ndigen Behörde abgeben. FĂŒgen Sie auch die erforderlichen Nachweise ĂŒber die Fachkunde hinzu.

Kosten:

EUR 51,13- 255,66

Hat die fĂŒr Sie zustĂ€ndige Kreispolizeibehörde eine eigene GebĂŒhrenordnung erlassen, so gelten die dort genannten BetrĂ€ge.

Frist:

Erlaubnisse werden ĂŒblicherweise auf fĂŒnf Jahre befristet. Erst nach Erteilung der Erlaubnis dĂŒrfen Sie die genannten Stoffen erwerben und damit umgehen.

Wenn Sie schon eine Erlaubnis haben, mĂŒssen Sie den Antrag auf VerlĂ€ngerung rechtzeitig vor Ablauf der Befristung stellen.

Formulare:

Rechtsgrundlage:

§ 27 Sprengstoffgesetz (SprengG) (Erlaubnis zum Erwerb und zum Umgang im nicht gewerblichen Bereich)

Zuständige Ansprechpartner und Behörden:

Landratsamt Esslingen
Pulverwiesen 11
73728 Esslingen am Neckar
Telefon: 0711/3902-0
Fax: 0711/3902-1030
lra(@)lra-es.de

Lebenslagen:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustĂ€ndigen Stellen. Das Umweltministerium hat dessen ausfĂŒhrliche Fassung am 23.06.2017 freigegeben.

Kontakt

Gemeinde
Altenriet

Brunnenstraße 5
72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

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