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√Ąrztliche Untersuchung von jugendlichen Auszubildenden und Berufsanf√§ngern - Bescheinigung vorlegen lassen

Kein Arbeitgeber darf Jugendliche, ob als Auszubildende oder als Arbeiterinnen und Arbeiter, ohne eine √§rztliche Bescheinigung √ľber eine Erstuntersuchung besch√§ftigen. Vor dem Eintritt ins Berufsleben m√ľssen Jugendliche sich daher von einem Arzt oder einer √Ąrztin gr√ľndlich auf ihren Gesundheitszustand untersuchen lassen. Die Untersuchung soll gew√§hrleisten, dass die Jugendlichen nicht mit Arbeiten besch√§ftigt werden, denen sie gesundheitlich oder entwicklungsm√§√üig nicht gewachsen sind.

Ein Jahr nach Beginn der Arbeit muss eine Nachuntersuchung stattfinden, damit eventuelle Auswirkungen der Beschäftigung auf die Gesundheit und die Entwicklung der Jugendlichen festgestellt werden können.

Generelle Zuständigkeit:

Hausarzt oder Haus√§rztin oder fach√§rztliches Personal f√ľr Kinder- und Jugendheilkunde.

Voraussetzungen:

Sie sind Arbeitgeber und möchten eine Person unter 18 Jahren beschäftigen oder beschäftigen sie bereits.

Diese Person unter 18 Jahrenstand bisher noch nicht Vollzeit im Berufsleben.

Eine Bescheinigung ist nicht erforderlich bei

  • geringf√ľgigen Besch√§ftigungen und
  • Besch√§ftigungen mit leichten Arbeiten,
    • von denen keine gesundheitlichen Nachteile f√ľr die Jugendlichen zu bef√ľrchten sind und
    • die nicht l√§nger als zwei Monate dauern,
  • bei vollzeitschulpflichtigen jugendlichen Ferienjobbern.

Unterlagen:

keine

Ablauf:

Die Jugendlichen erhalten in der Arztpraxis einen Erhebungsbogen. Er wird von den Eltern oder anderen Sorgeberechtigten ausgef√ľllt und von Eltern und Jugendlichen gemeinsam unterschrieben. Der Bogen wird w√§hrend der √§rztlichen Untersuchung zur√ľckgegeben. Das √§rztliche Personal zeichnet die Ergebnisse der Erstuntersuchung in einem Untersuchungsbogen auf. Die Praxis muss ihn zehn Jahre lang aufbewahren.

Die √Ąrztin oder der Arzt stellt f√ľr den Ausbildungsbetrieb eine Bescheinigung √ľber die Untersuchung aus. Darin sind die T√§tigkeiten zu nennen, bei deren Ausf√ľhrung die Gesundheit oder die Entwicklung der Jugendlichen aus ihrer oder seiner Sicht gef√§hrdet ist.

Ein Jahr nach Beginn der Ausbildung m√ľssen Jugendlicheeine Bescheinigung des Arztes oder der √Ąrztin √ľber die erste Nachuntersuchung vorlegen. Die Untersuchung darf nicht l√§nger als drei Monate zur√ľckliegen. Sie solltenals Arbeitgeber neun Monate nach Beginn der Ausbildung an diese Untersuchung erinnern.

Kosten:

Die Kosten f√ľr die Untersuchung √ľbernimmt das Land Baden-W√ľrttemberg.

Frist:

  • Erstuntersuchung:innerhalbvon14 Monaten vor Beginn der Ausbildung oder Besch√§ftigung
  • Erste Nachuntersuchung: innerhalb von 12 Monaten nach Beginn der Ausbildung oder Besch√§ftigung
  • Achtung: Legt die jugendliche Personnach Ablauf eines Jahres die Bescheinigung nicht vor, m√ľssen Sie als Ausbilder ihn innerhalb eines Monats schriftlich auffordern, diese Bescheinigung vorzulegen. Der Jugendliche darf nach Ablauf von 14 Monaten nach Aufnahme der ersten Besch√§ftigung nicht weiterbesch√§ftigt werden, solange er die Bescheinigung nicht vorgelegt hat.
  • Weitere Nachuntersuchungen nach Ablauf jeden weiteren Jahres nach der ersten Nachuntersuchung sind freiwillig. Der Arbeitgeber soll ihn auf diese M√∂glichkeit rechtzeitig hinweisen.

Sonstiges:

Das Bestellformular f√ľr die Unterlagen erhalten √Ąrztinnen und √Ąrzte im Internet.

Die Arztpraxen rechnen die Kosten f√ľr die Untersuchungen mit dem Regierungspr√§sidium T√ľbingen ab.

Ausbildungsbetriebe m√ľssen die √§rztlichen Bescheinigungen auch der nach dem Berufsbildungsgesetz zust√§ndigen Stellezur Einsicht vorlegen, z.B. der IHK oder der Handwerkskammer.

Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Gewerbeaufsicht.

Rechtsgrundlage:

Lebenslagen:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zust√§ndigen Stellen. Das Wirtschaftsministerium hat dessen ausf√ľhrliche Fassung am 20.03.2018 freigegeben.

Kontakt

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72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

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