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Ausbildungsförderung fĂŒr Studierende (BAföG) - beantragen

Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung hÀngt davon ab, ob Sie bei den Eltern oder auswÀrts wohnen. Als monatlicher Bedarf sind PauschalbetrÀge vorgesehen.

Auf den Bedarf werden sowohl Ihr eigenes Einkommen und Vermögen als auch das Einkommen Ihrer Eltern angerechnet. Wenn Sie verheiratet sind, wird das Einkommen Ihrer Ehefrau oder Ihres Ehemanns, Ihrer Lebenspartnerin oder Ihres Lebenspartners angerechnet.

In AusnahmefÀllen erhalten Sie die Ausbildungsförderung auch unabhÀngig vom Elterneinkommen. Beispielsweise

  • wenn Sie zu Studienbeginn bereits eine dreijĂ€hrige Ausbildung abgeschlossen hatten und anschließend mindestens drei Jahre erwerbstĂ€tig waren oder
  • wenn Sie nach dem 18. Geburtstag mindestens fĂŒnf Jahre erwerbstĂ€tig waren.

Die Maximalförderung betrÀgt beispielsweise 735 Euro.

Förderungsarten

Sie erhaltendie Förderung zur HÀlfte als

  • Zuschuss und
  • unverzinsliches Staatsdarlehen.

Ausnahmen sind möglich.
Die RĂŒckzahlung des Darlehensanteils beginnt fĂŒnf Jahre nach dem Ende Ihrer BAföG-Förderung.

Förderungsdauer

  • Studierende an Akademien und Höheren Fachschulen: fĂŒr die Dauer der vorgesehenen Ausbildungszeit
  • Studierende an Hochschulen: fĂŒr die Dauer der Regelstudienzeit. Die Förderungsdauer hĂ€ngt auch davon ab, ob Sie die geforderten Leistungsnachweise fĂŒr eine Förderung ab dem 5. Fachsemester rechtzeitig vorgelegt haben.

DarĂŒber hinaus erhalten Sie fĂŒr eine angemessene Zeit BAföG, wenn Sie die Förderungshöchstdauer ĂŒberschritten haben. Dies gilt beispielsweise

  • wenn schwerwiegende GrĂŒnde vorliegen,
  • wegen einer Mitarbeit
    • in Gremien und Organen der Hochschulen und der LĂ€nder sowie
    • in Organen der Selbstverwaltung der Studierenden sowie der Studierendenwerke,
  • wegen des erstmaligen Nichtbestehens der AbschlussprĂŒfung.

Mussten Sie die Förderungshöchstdauer wegen

  • Behinderung,
  • Schwangerschaft oder
  • der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu zehn Jahren

ĂŒberschreiten, erhalten Sie BAföG ĂŒber die Förderungshöchstdauer hinaus als Vollzuschuss.

Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen können Sie nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer fĂŒr maximal 12 Monate Hilfe zum Studienabschluss erhalten. Die Hilfe zum Studienabschluss wird als verzinsliches Bankdarlehen gewĂ€hrt.

Kinderbetreuungszuschlag

Er betrĂ€gt fĂŒr jedes Kind 130 Euro.

Sie erhalten ihn, wenn mindestens ein eigenes Kind unter zehn Jahren in Ihrem Haushalt lebt.

Generelle Zuständigkeit:

Das fĂŒr Ihre Hochschule zustĂ€ndige Studierendenwerk (Amt fĂŒr Ausbildungsförderung)

Voraussetzungen:

  • Besuch einer
    • UniversitĂ€t
    • Hochschule fĂŒr angewandte Wissenschaften
    • Musik- und Kunsthochschule
    • PĂ€dagogische Hochschule
    • Duale Hochschule
    • Akademie
    • Höhere Fachschule
  • Vollzeitstudium
  • ein stĂ€ndiger Wohnsitz in Deutschland
  • Staatsangehörigkeit
    • Deutsch
    • AuslĂ€ndische Studierende unter bestimmten Voraussetzungen
      Diese sind unter anderem
      • Daueraufenthaltsrecht oder Niederlassungserlaubnis
      • Bleibeperspektive in Deutschland, z.B. ein Aufenthaltstitel aus familiĂ€ren, humanitĂ€ren oder politischen GrĂŒnden
      • fĂŒnfjĂ€hriger Aufenthalt in Deutschland (vor Beginn des Ausbildungsabschnittes) und rechtmĂ€ĂŸige ErwerbstĂ€tigkeit
      • Auszubildende, die als Ehegatten persönlich förderungsberechtigt sind, verlieren den Anspruch auf Ausbildungsförderung nicht dadurch, dass sie getrennt leben oder die Ehe aufgelöst worden ist, wenn sie sich weiterhin rechtmĂ€ĂŸig in Deutschland aufhalten. Die Regelung gilt fĂŒr Ehegatten von Deutschen, Ehegatten von UnionsbĂŒrgern und Ehegatten von AuslĂ€ndern.
  • persönliche Eignung
    Ihre Leistung muss erwarten lassen, dass Sie das Ausbildungsziel erreichen. Dazu mĂŒssen Sie die geforderten Leistungsnachweise vorlegen, um eine Weiterförderung ab dem 5. Fachsemester zu erhalten.
  • Alter
    • bei Beginn des Studiums unter 30 Jahre
    • bei Beginn eines Master-Studienganges unter 35 Jahre
    • die Förderung einer ĂŒber 30-jĂ€hrigen bzw. 35-jĂ€hrigen Person ist ausnahmsweise möglich:
      • Sie haben die Hochschulzugangsberechtigung auf dem zweiten Bildungsweg erworben,
      • Sie haben sich an einer Hochschule allein aufgrund der beruflichen Qualifikation eingeschrieben,
      • Sie waren aus persönlichen oder familiĂ€ren GrĂŒnden, insbesondere wegen der Erziehung eines Kindes unter 10 Jahren gehindert, den Ausbildungsabschnitt rechtzeitig zu beginnen,
      • Sie sind aufgrund einschneidender VerĂ€nderungen der persönlichen VerhĂ€ltnisse bedĂŒrftig geworden. Eine nach dem BAföG förderungsfĂ€hige Ausbildung konnten Sie deshalb nicht berufsqualifizierend abschließen.

Unterlagen:

  • Formblatt 1
  • Krankenversicherungsnachweis
  • Nachweis der auswĂ€rtigen Unterbringung
  • Nachweise ĂŒber Ihr Einkommen und Vermögen
  • nur beim Erstantrag zusĂ€tzlich: Anlage 1 zu Formblatt 1
  • anstelle des Formblatts 2: Bescheinigung der Hochschule nach § 9 BAföG
  • Formblatt 3, je getrennt fĂŒr Vater, Mutter, Ehefrau oder Ehemann (außer bei elternunabhĂ€ngigem BAföG)
  • vollstĂ€ndige Einkommenssteuerbescheide der Eltern der letzten beiden Jahre vor Antragstellung
  • Nachweise ĂŒber Schulbesuch beziehungsweise Einkommen der Geschwister
  • nur beim Erstantrag von auslĂ€ndischen Studierenden: Formblatt 4

Über weitere erforderliche Unterlagen informiert Sie die zustĂ€ndige Stelle.

Ablauf:

Die Ausbildungsförderung mĂŒssen Sie schriftlich bei der zustĂ€ndigen Stelle beantragen. Verwenden Sie dazu die entsprechenden FormblĂ€tter und den Antrag-Assistenten, um eine Auswahl der von Ihnen benötigten FormblĂ€tter zu erhalten.

Die ausgefĂŒllten FormblĂ€tter können Sie persönlich abgeben oder mit der Post schicken.

Sie können den Antrag auch online stellen.

Zur Fristwahrung genĂŒgt ein formloser Antrag.

Die Studierendenwerke bieten auf Ihren Homepages auch die Möglichkeit an, die FormblĂ€tter online auszufĂŒllen. Die dort hinterlegten PlausibilitĂ€tsprĂŒfungen und Hinweise auf beizufĂŒgende Nachweise helfen Ihnen, den Antrag möglichst vollstĂ€ndig einzureichen.

Sie erhalten eine schriftliche Mitteilung in Form eines Bewilligungsbescheids. Bei einem positiven Bescheid ĂŒberweist Ihnen die zustĂ€ndige Stelle die Zahlungen monatlich im Voraus auf das angegebene Konto.

Hinweis: Auch wer keinen Anspruch auf BAföG hat, erhĂ€lt darĂŒber einen Bescheid. Sie benötigen diesen als Nachweis z.B. fĂŒr einen Antrag auf Wohngeld.

Frist:

  • Erstantrag: sobald die Zusage der Hochschule fĂŒr den gewĂŒnschten Studienplatz vorliegt. Sie mĂŒssen spĂ€ter die Immatrikulationsbescheinigung nachweisen.
  • Weiterbewilligung: möglichst zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums des vorhergehenden Antrages

Sie mĂŒssen BAföG in der Regel jedes Jahr neu beantragen.

Die Förderung beginnt

  • mit dem ersten Semester oder
  • ab dem Monat, in dem Sie den Antrag gestellt haben.

Sonstiges:

Weitere Informationen und AuskĂŒnfte erhalten Sie

  • in den MerkblĂ€ttern des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung,
  • bei der fĂŒr Sie zustĂ€ndigen Stelle oder
  • unter der kostenlosen BAföG-Hotline 0800/223-6341 montags bis freitags von 8:00 bis 20:00 Uhr.

Formulare:

Rechtsgrundlage:

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Lebenslagen:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustĂ€ndigen Stellen. Das Wissenschaftsministerium hat dessen ausfĂŒhrliche Fassung am 07.09.2017 freigegeben.

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Altenriet

Brunnenstraße 5
72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

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