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FĂŒhrungszeugnis (einfach) beantragen

Polizeiliche FĂŒhrungszeugnisse geben Auskunft darĂŒber, ob die im Zeugnis bezeichnete Person vorbestraft ist oder nicht. Arbeitgeber verlangen daher hĂ€ufig vor der Einstellung eines neuen Arbeitnehmers oder einer neuen Arbeitnehmerin die Vorlage eines FĂŒhrungszeugnisses.

Es gibt zwei Arten von FĂŒhrungszeugnissen:

  • PrivatfĂŒhrungszeugnis (N) fĂŒr private Zwecke
  • BehördenfĂŒhrungszeugnis (O) zur Vorlage bei einer deutschen Behörde

Die Daten des FĂŒhrungszeugnisses stammen aus dem Bundeszentralregister. Das Bundeszentralregister enthĂ€lt beispielsweise strafgerichtliche Verurteilungen, Entscheidungen von Verwaltungsbehörden und Gerichten oderVermerke ĂŒber die SchuldunfĂ€higkeit.

In PrivatfĂŒhrungszeugnissen werden die wichtigsten Angaben aus rechtskrĂ€ftigen strafrechtlichen Verurteilungen aufgefĂŒhrt. Es werden beispielsweise die Straftat und die Höhe der festgesetzten Strafe vermerkt. Nicht aufgenommen werden strafgerichtliche Verurteilungen von untergeordneter Bedeutung, wenn im Bundeszentralregister keine weitere Strafe eingetragen ist. Dies ist beispielsweise bei Geldstrafen von nicht mehr als 90 TagessĂ€tzen oder Freiheitsstrafen von nicht mehr als drei Monaten der Fall.

Das FĂŒhrungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde enthĂ€lt darĂŒber hinaus noch weitere Angaben. Es fĂŒhrt beispielsweise bestimmte Entscheidungen von Verwaltungsbehörden wie den Widerruf des Waffenscheins oder einer Gewerbeerlaubnis auf. In der Regel werden auch alle Verurteilungen wegen Straftaten im Zusammenhang mit der AusĂŒbung eines Gewerbes angezeigt.

Die Eintragungen bleiben nicht auf Dauer im Register. Nach Ablauf bestimmter Fristen werden sie gelöscht. EnthĂ€lt das Bundeszentralregister keine fĂŒr das FĂŒhrungszeugnis relevanten Daten, steht im FĂŒhrungszeugnis "Inhalt: keine Eintragung". Die betreffende Person darf sich dann als nicht vorbestraft bezeichnen.

Wenn Sie die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaateshaben und in Deutschland wohnen, können Sie auch einEuropĂ€isches FĂŒhrungszeugnis beantragen. In ein solches FĂŒhrungszeugnis ist eine zusĂ€tzliche Mitteilung ĂŒber Eintragungen im Strafregister Ihres Herkunftsmitgliedstaates aufgenommen.

Generelle Zuständigkeit:

die Gemeinde-/Stadtverwaltung Ihres Wohnortes

Voraussetzungen:

Mindestalter:14 Jahre

Unterlagen:

  • gĂŒltiger Personalausweis oder Reisepass
  • zusĂ€tzlich bei einem Behörden-FĂŒhrungszeugnis (O): Anschrift der Behörde und dortiges Aktenzeichen beziehungsweise Verwendungszweck

Wenn Sie Ihr FĂŒhrungszeugnis im Internet ĂŒber das Onlineportal direkt beim Bundesamt fĂŒr Justiz stellen möchten, brauchen Sie zusĂ€tzlich:

  • neuerelektronischer Personalausweis oderelektronischer Aufenthaltstitel jeweils mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion
  • KartenlesegerĂ€t zum Auslesen des Ausweisdokumentes
  • AusweisApp2
  • gegebenenfallsdigitales ErfassungsgerĂ€t wie Scanner oder Digitalkamera, damit Sie Nachweise hochladen können

Ablauf:

Sie können den Antrag stellen:

  • persönlich bei der Meldebehörde Ihrer Gemeinde (BĂŒrgerbĂŒro)
  • schriftlich, ebenfalls bei der Meldebehörde Ihrer Gemeinde,unter Nennung der Personaldaten (Geburtstag, Geburtsname, eventuell abweichender Familienname, Vorname/n, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Anschrift). In diesem Fall muss die Unterschrift auf dem Antragsschreiben amtlich oder öffentlich beglaubigt sein. Wenn nichtschon aus der Beglaubigung der Unterschrift ersichtlich, muss die Richtigkeit der Daten nachgewiesen werden. Setzen Sie sich auch wegen der GebĂŒhrenbegleichungvor der schriftlichen Antragstellung mit der zustĂ€ndigen Meldebehördein Verbindung.
  • ĂŒber ein Onlineportal direkt beim Bundesamt fĂŒr Justiz
    Dies bietet sich vor allem an, wenn Sie außerhalb der Bundesrepublik Deutschland wohnen.

FĂŒr jede Form der Antragstellung gilt:
Den Antrag kann auch eine gesetzliche Vertretung wie z.B. die Eltern fĂŒr MinderjĂ€hrige stellen. Eine andere Personkönnen Sie nicht bevollmĂ€chtigen.

Wenn Sie den Antrag stellen,mĂŒssen Sie angeben, ob Sie das Zeugnis fĂŒr private Zwecke (N) oder zur Vorlage bei einer Behörde (O) benötigen. Wenn Sie das Zeugnis fĂŒr private Zwecke benötigen, erhalten Sie es mit der Post direkt vom Bundesamt fĂŒr Justiz.

Ein Zeugnis zur Vorlage bei einer Behörde wird direkt an diese geschickt. Geben Sie daher bei der Antragstellung die Anschrift der Behörde und möglichst auch das Aktenzeichen an. Sie können beantragen, dass Sie dasBehördenfĂŒhrungszeugnis vorher einsehen möchten. Es wird dann erst an ein von Ihnen genanntes Amtsgericht ĂŒbersandt, falls es Eintragungen enthĂ€lt. Dort können Sie es einsehen. Anschließend leitet das Amtsgericht das FĂŒhrungszeugnis an die Behörde weiter. Sie können der Weitergabewidersprechen. Dann wird das FĂŒhrungszeugnis vernichtet.

Kosten:

EUR 13,00

Sonstiges:

Auf den Internetseiten des Bundesamtes fĂŒr Justiz finden Sie umfangreiche Informationen zum Bundeszentralregister. Dortfinden Sie auch die hĂ€ufigsten Fragen und die Antworten.

Behörden können FĂŒhrungszeugnisse ĂŒber bestimmte Personen erhalten, wenn sie diese zur Erledigung ihrer hoheitlichen Aufgaben benötigen. Voraussetzung ist, dass die Aufforderung an die betroffene Person, ein FĂŒhrungszeugnis vorzulegen, nicht sachgemĂ€ĂŸ oder zuvor erfolglos geblieben ist. Die betroffene Person hat gegenĂŒber der Behörde einen Anspruch auf Einsicht in das FĂŒhrungszeugnis.

Ein EuropĂ€isches FĂŒhrungszeugnismĂŒssen Siewie bisher persönlich beim BĂŒrgerbĂŒro Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung beantragen.

Formulare:

Rechtsgrundlage:

Zuständige Ansprechpartner und Behörden:

Gemeinde Altenriet
Brunnenstr. 5
72657 Altenriet
Telefon: 07127/977649-0
Fax: 07127/977649-49
rathaus(@)altenriet.de

Lebenslagen:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustĂ€ndigen Stellen. Das Justizministerium hat dessen ausfĂŒhrliche Fassung am 27.08.2015 freigegeben.

Kontakt

Gemeinde
Altenriet

Brunnenstraße 5
72657 Altenriet

Tel. 07127 977649-0
Fax 07127 977649-49

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